Kindheit, Jugend, 70er Jahre
Udo Schild wird am 27.02.1963 in Köln-Worringen geboren. Es ist Aschermittwoch, und an diesem Abend bekommt er auch Besuch vom Pfarrer und dem Karnevalsprinzen. Eine Mischung aus "U und E", die heute in seinem musikalischen Schaffen Ausdruck findet. Soul, Jazz, Folk und große Inspiration aus der klassischen Musik. Er kann stundenlang dem Radio und Märchenschallplatten lauschen. Und so dauert es nicht lange, bis er seine erste Gitarre bekommt (allerdings nur zum "Posen").



Erste Übungen...



Schon früh hört er wunderbare Popmusik. Seine neun Jahre ältere Schwester Angelika und ihre Freunde versorgen ihn mit Kassetten und so hört er: Jimi Hendrix, The Beatles, The Who und Cat Stevens. Sein Lieblingslied damals ist "Burning off the Midnight Lamp" von Jimi Hendrix und ein wenig später "Die Moldau" von Smetana. Einige Jahre später schenken ihm seine Eltern eine "richtige" Gitarre und es folgen die ersten autodidaktischen Versuche.


   Udos erster Solo-Auftritt als Sänger zur Kommunion. Vernissage von H.G. Müller, 1982


lernt er seinen langjährigen Freund Frank kennen, der leider Anfang der 90er Jahre spurlos verschwindet. Beide verbringen tausende Stunden damit, das Gitarrenspiel zu erlernen. Frank wird ein hervorragender Klassik- und Jazz-Gitarrist und später Saxophonist, Udo Schild macht aus dem Erlernten seine eigenen Songs.

hört er zum ersten Mal, die Radiosendung "Nightflight" mit Alan Bangs. In dieser Nachtsendung hört er Musik, die ihn prägen sollte, z.B. Nick Drake, John Martyn, Joni Mitchell, Van Morrisson, Brian Eno, Alex de Grassi, Keith Jarrett, Marvin Gaye.




Erste Band - Udo, Frank, Harald, Silvester 76/77



Udo Schilds Spezialität ist schon früh, die Gitarre in einen Akkord zu stimmen "Open-Tunings"
So entsteht 1979 die Instrumentalkomposition "17", die er fast 20 Jahre später auf seiner CD "Morning" veröffentlichen sollte.


  Erstes Solo-Konzert als Vorprogramm für eine Kölner Rockband mit Songs in deutscher und englischer Sprache und instrumentalen Titeln.

Köln-Heimersdorf, Tabor-Saal, 300 Zuschauer, drei Zugaben...! Udo Schild hört die Aufnahmen,
zerstört sie, und begibt sich in sein "Übungszimmer". 1983, nach einer bewegten "Schüler-Laufbahn",
(4 Schulwechsel, 3x sitzengeblieben, als Schülersprecher und Verfasser eines 10-Punkte Plans zur
Reform der Schulreform) wechselt er auf die Rheinische Musikschule in die Jazz-Gitarren-Klasse,
geleitet von Milan Lulic, WDR-Big-Band..! Der Nachfolger in der WDR-Big-Band wird einige Jahre
später Paul Shigihara. In dieser Zeit beendet Udo Schild seine verheißungsvolle Laufbahn als einer
der schnellsten "Rechtsaußen" aus Köln im Fußball-Club "SC Weiler-Volkhoven",
....aber der Sportsgeist lebt weiter!


    aus "Monotone-Cocktail" wird "The Busy Body Band". Freunde und Musiker sind: Horst Zaunegger (Bass), Holger Schach (Keyboards), Frank Kedzierski (Gitarre) und später Alex Vesper (Drums), Roland Peil (Percussion), Klaus Strenge (Gitarre). Udo Schild und seine Busy-Body-Band produzieren ein einfaches Demo, u.a. mit dem Song "You". Dieser Song wird Nr.1 der damaligen WDR- Radio-Sendung "Musikszene-West".



Udo & Band im "Fame", Köln-Deutz 1985     Spezialität der Band ist damals der live als Instrument benutzte Drumcomputer. In dieser Zeit konzentriert sich Udo Schild auf das Songwriting, komponieren und die Ausbildung seiner Stimme. Intonation, Tonbildung und Phrasierung übt er, indem er immer wieder einzelne Phrasen mit dem Kassetten-Recorder ohne jegliche Effektgeräte aufnimmt. Seine gesanglichen Vorbilder sind nicht nur Inspiration, sondern auch "Lehr-Meister", und so entsteht die Liebe zum Jazz! Intonation: Jonny Hartmann, Chet Baker, Tonbildung: Ray Charles, James Ingrim, Phrasierung: Marvin Gaye, Frank Sinatra, Betty Carter, Stevie Wonder und Louis Armstrong.
Udo & Band im "Stollwerk", Köln 1986     ..inspiriert von Soul-Klassikern und damals aktueller Soul&Funk Musik von Gap-Band, Full-Force, Mtume und Singer/Songwriter-Musik von Nick Drake, Joni Mitchell, John Martyn, und Stevie Wonder, komponiert er seine "Greatest Hits" Day By Day, Good Morning, I'm Not in Love, Macho Man, Tender Lady und Please Don't Ask Me Why.



  In dieser Zeit spielt er mit Band auch damaligen Woody's im Kölner Friesenviertel. Dort begegnet ihm Shaun Ward (Bassist von Simply Red). Beide komponieren einige Songs gemeinsam, und fast hätte es geklappt, dass Udo Schild und Band als Support für Simply Red im Müngersdorfer-Stadion auftritt. Eine andere wichtige Location ist der Kauri-Keller. Hier hört die Band die neuesten Soul-Songs, man tanzt, hat eine Party und analysiert die Musik und die Grooves.


    Ein Traum wird wahr. Udo Schild darf eine Woche lang, im damaligen "C.U. Later-Studio" (Markus Mondorf, Köln) seine musikalischen Vorstellungen realisieren. Er arrangiert und spielt die Keyboards, den Drumcomputer, die Gitarren und natürlich singt er auch seine Songs, u.a. All the Lonely Girls, und Please Don't Ask Me Why. Gastmusiker dieser Session sind: Holger Schach (Keyboards), Frank Kedzierski (Saxophon) und ein Trompeter, dessen Namen er leider vergessen hat. In dieser Zeit jobbt er als Bauhelfer, im Archiv einer Versicherung, als Raumpfleger, Jeans-Verkäufer, Kfz-Pfleger im Akkord und später, in Festanstellung, als Lagerarbeiter und Auslieferungsfahrer für eine große Auto-Firma in Köln. Udo Schild produziert erste eigene Demos mit Sequenzer-Keyboards, die wenige Zeit später seinen ersten Schallplattenvertrag begründen.


    Nach überstandener Lungenentzündung und vielen Gesprächen mit Labels und Vertrieben entscheidet sich Udo Schild für Vera-bra-Rec. Udo Schild wird Sänger und Gitarrist der Soul-Cover-Band "Soul-Suckers", mitgegründet von Atti Hoppmann, der einige Jahre später auch die Acid-Jazz-Band "Sookie-Allstars" formiert.


    Erster Plattenvertrag mit veraBra Records (Udo Schild nennt sich nun Leon Delray) und Demo-Produktionen mit dem House-Music Produzenten-Team: Joe & P.E.T.E.! Joe verstirbt bei einem tragischen Autounfall.


    Es folgen viele Solo-Konzerte, u.a. im "Tingel-Tangel" in Köln, damals organisiert von Diddi Maaz, und als Solo-Support für berühmte Künstler wie Bobby Womack und Johnny "Guitar" Watson, Tower of Power, organisiert von Micky Pick "Live Music Hall", Köln. In den folgenden Jahren tourt er mit seiner Band und den "Soul-Suckers" u.a. auch jeden Sommer in Südfrankreich.


    Udo Schilds Debut-CD "I'm Still Waitin'" (unter dem Pseudonym Leon Delray) wird in Berlin von Wolfgang Loos produziert, feat. Charlie Mariano, sax.! Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Köln im Fach Jazz-Gesang, doch leider wird der einzige Studienplatz an eine Gasthörerin vergeben. Udo Schild tröstet sich, denn einige Monate später ist er eingeladen zur TV-Musiksendung Swing & Talk mit der Rias-Big-Band! In dieser Sendung treten auch Künstler auf wie James Moody, Till Brönner und Barbara Dennerlein, die Udos zweiten Song, den Jazz-Standard "My Foolish Heart" auch anmoderiert. Udo Schild wird Sänger & Gitarrist der Band im Kölner "China-Club", geleitet von Paul Lowe! Hier erfährt er das Nachtschicht-Dasein eines Musikers. Er begleitet viele, wunderbare Sänger, u.a. "Norwood" (USA).


    Die erste CD von Udo Schild (damals "Leon Delray") wird veröffentlicht, "I'm Still Waitin'", doch leider fehlt der entsprechende Vertrieb. Viel Mühe auf beiden Seiten, jedoch vergeblich. Gleichzeitig feiert er große Erfolge als Bühnen-Künstler, Solo oder mit Band und wechselnden Besetzungen u.a. im Schmuckkästchen, dem Keller-Club des "Stadtgarten" in Köln.


    Udo Schild sucht ein neues Label und wieder ist es Markus Mondorf, der es ihm ermöglicht, nun nicht ein Demo, sondern die zweite CD zu produzieren. Er unterschreibt einen Verlagsvertrag mit BMG-Ufa.


    "Autumn in June" wird veröffentlicht, produziert von Udo Schild und Reinhard Kobialka, für das damalige Label "Microphone" von Markus Mondorf. Die Presse-Reaktionen sind sehr positiv. Doch leider fehlte auch dieser Konstellation die Kraft, den Künstler entscheidend zu fördern. Die CD "Autumn in June" wurde im Studio live eingespielt mit den Musikern Alex Vesper (Drums), Roland Peil (Percussion), Horst Zaunegger (Bass), Holger Schach (Keyboards) und Gästen, u.a. Till Brönner, Heather Sachs und Christina Lux!


Sookie Allstars 96/97     Udo Schild entscheidet sich, sein Pseudonym "Leon Delray" abzulegen.
Im selben Jahr erbt er das "Pistrada" Rennrad seines Urgroßonkels, der noch im hohen Alter lange Touren machte. Seit dem ist sein liebstes Hobby neben "gut kochen und essen und trinken", das Rennrad-Training, ca. 12.000 km jedes Jahr!

    Udo Schild produziert seine neue CD "Morning" gemeinsam mit Reinhard Kobialka (Studio & Ton-Meister) und Marcus Hofmann Foto & Cover-Meister). Udo Schild will die zum größten Teil ganz neuen Songs live mit seiner "Unplugged-Band" ohne Proben im Studio aufnehmen. Die "Unplugged-Band": Volker Heinze (Bass), Bert Smak (Drums), Xaver Fischer (Piano & Keyboards), Roland Peil (Percussion), Claudius Valk (Saxophon), Michael Heupel (Flöte) und Christian von Kaphengst (Bass). Udo Schild erscheint mit dem Song "We Try to be Careful" auf dem Soul & Funk Sampler "Musikfest am Ring" ( Media-Markt/ BMG ).


    Die CD "Morning" wird veröffentlicht! Grosse CD-Release-Party im Kölner "Stadtgarten", gleichzeitige Video-Produktion des Songs "Reason"! Udo Schild trauert um seinen verstorbenen Vater Wilhelm Schild, am selben Abend hat er ein Konzert mit Xaver Fischer.



Bert Smak (dr), Roland Peil (perc)
Michael Heupel (fl), Claudius Valk (sax),
Volker Heinze (bass), Xaver Fischer (keyb), Udo Schild (voc & git)
    20-jähriges Bühnenjubiläum im Kölner "Stadtgarten". Udo Schild spielt mit seiner Unplugged-Band, der elektrischen Band, den Sookie-Allstars und Gästen: Michael Heupel (Flöte), Paul Shigihara (Git.)! Ende des Jahres gewinnt er mit seiner Unplugged-Band den 2ten Preis des Hennessy Jazz Search in der Kölner Philharmonie. In diesem Jahr, erscheint Udo Schild auf folgenden Produktionen: voices@stadtgarten mit dem Song "Tell Me" von der CD "Morning" und mit den Knaller Allstars auf der CD "Nighttrain".


2000   Udo Schild heiratet seine Frau Erika! Beide gehen für einige Monate nach Paris, dort komponiert der Künstler neue Songs für seine nächste CD, Arbeitstitel: "Velo". Im selben Jahr erscheint die von Claudius Valk produzierte Jazz-Balladen CD "in the wee small hours of the morning" mit Hendrik Soll (Piano), Werner Lauscher (Bass), Roland Höppner (Drums), Claudius Valk (Saxophon) und Udo Schild (Gesang).


2001   Große Tournee mit Seetours "on Tour", musikalisch begleitete Frühstücks-Seminare in allen deutschen Großstädten, u.a. mit Knuth Jerxsen, Percussion!


2002   10 Jahre "LEG" in Thüringen! Udo Schild ist "Star-Gast" und leitet die Hobby-Band der "LEG", u.a. mit Holger Schach, seinem alten Weggefährten, in Erfurt! Joachim Otte, D.J. und Veranstalter, initiert einen neuen Live-Music-Club im "Apropo", Köln-Südstadt: The Jazz Shack. Udo Schild produziert hier mit Joachim Otte und Marcellus Seng (Schäl Sick Brass Band) eine Live-Recording-Session.



A.Vesper, H.Zaunegger, C.Valk, U.Schild

C.Valk, R. Peil, A. Vesper, X. Fischer, U.Schild, H. Zaunegger


2003   März: Solo-Auftritt in der live gesendeten TV-Reihe "westArt am Sonntag". Udos Mutter sieht seinen Auftritt im Krankenhaus. Mai: Udo Schild trauert um seine Mutter Anni.

2004   Unter dem Pseudonym Barry Tenderloin singt Udo Schild Stefan Raabs Soulballade "Let's Make a Baby" in dem Kinoerfolg (T)Raumschiff Surprise von Michael "Bully" Herbig.
Zum 25jährigen Jubiläum bot das größte Jazz-Festival im deutschsprachigen Raum, die Leverkusener Jazztage, den Besuchern das Beste, was Rock, Blues, Worldmusik und Jazz zu bieten haben. Als absolutes Highlight galt das "Jubiläumskonzert", am letzten Tag der Jazztage, bei dem Al Jarreau sein Können präsentierte. Weitere Künstler an jenem Abend: Lizz Wright und Udo Schild mit seiner Band! (Claudius Valk - Saxophon, Bass-Klarinette, Xaver Fischer - Keyboards, Golo Maichel - Schlagzeug und Sascha Delbrouck- Kontrabass)

2005   Udo Schild ist als Komponist und Texter auf dem Debüt-Album von Max Mutzke (8. Platz 2004 in Istanbul beim Eurovision Song Contest mit "Can't Wait Until Tonight") vertreten. Diese Zusammenarbeit bringt ihm die erste "Goldene".

2006   Udo spielt mit Band bei den Weltreiterspielen in Aachen.

2007   Zwar nicht mehr mit Carmen Thomas, aber es gibt ihn immer noch, den "Hallo Ü-Wagen". Udo Schild ist musikalischer Gast bei der Sendung aus Neuss, die live auf WDR5 übertragen wird.
Bei seiner zweiten CD hat Max Mutzke großen Wert darauf gelegt, eigene Songs zu veröffentlichen. Aber mit einem Song ist auch Udo Schild darauf vertreten. Tag für Tag - Seine Fans kennen ihn von seinen Konzerten, einen seiner "größten Hits" - Und jetzt alle: Day by Day and Night by Night ...

2008   Große Coca-Cola-Bootstour durch ganz Deutschland "The Spirit of Georgia" mit Solo-Auftritten, aber auch mit Funky Band.

2009   Wie im Vorjahr sind einige der Highlights mit dem Wasser verbunden: Deckshaus in Berlin "Songs auf dem Boot", Ruhrorter Hafenfest in Duisburg und Buhne 16 auf Sylt.

2010/2011   Konzerte "querbeet" von Ost nach West und Süd nach Nord und vor allem Arbeit an der neuen CD.

2012   Im Frühjahr erscheint die neue CD und wird für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. "It Ain't Over Now" ist nach der LP "Solo/Duo" und der CD "Morning" das dritte Album von Udo Schild.